Der Sportentwicklungsplan ist fertig

Geschrieben von Johann-Heer am 10. Mai 2010 | Abgelegt unter Allgemein

In mehreren Sitzungen im Ausschuss Bildung, Sport und Soziales (BSS) wurde der Sportentwicklungsplan beraten. Er ist ein umfangreiches Werk und eine gute Vorlage für zukünftiges Handeln und liefert ein gutes Datenmaterial zu allen Sportaktivitäten und Angeboten in der Stadt. Er wurde in einem umfangreichen Planungsprozess ermittelt. Vertreter aus allen Bereichen des Sports und interessierte Bürger nahmen daran teil. Die FDP – Fraktion vertrat Stadt- und Kreisrat Johann Heer.

Der „Abschlussbericht zur kommunalen Sportentwicklung“ des Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung, kurz: ikps nahm eine Stärken und Schwäche-Analyse vor, sie reicht von A – Z von Attraktive Angeboten und Ausländervereine – bis hin zu Z wie Zusammenarbeit von Vereinen. Kein Thema wird ausgelassen.

Es gibt:

• Ziele und Empfehlungen bei Sport und Bewegungsangeboten, die alle Aspekte sportlichen Handelns umfassen. Sie reichen von Freizeit- und Breitensport, Gesundheitssportbereiche und Jugendliche, Ältere und Migranten ein.

• Ziele und Empfehlungen auf der Organisationsebene wie Kooperationen mit KITAs, Schulen und anderen Sportvereinen, die Konzentration und Bündelung von Sportangeboten und die Einbeziehung von Migranten –Sportvereinen.

• Ziele und Empfehlungen bei den Sport- und Bewegungsräumen, sprich Freizeitspielfelder, Sportanlagen für Schule und Verein, leichtathletische Einrichtungen, Sportpark Ost und zum Hallenbedarf

• Ziele und Empfehlungen zur Sportförderung.

Fehlen dürfen natürlich auch nicht die noch zu bearbeitenden Themen wie Bäderkonzeption, Sportpark-Ost und Spitzensport. Fazit: es wird nichts ausgelassen.

Für die FDP-Fraktion nimmt Stadt- und Kreisrat Johann Heer eine erste Bewertung vor.

Seiner Auffassung nach ist der Sportentwicklungsplan ist eine gute Grundlage für zukünftige Entscheidungen. Er bietet für alle Betroffenen die Schlussfolgerungen zu ziehen, die er sich wünscht.

Jeder kann sich mit seinen Forderungen darin wiederfinden. Der eine so, der andere so.

Ein Beispiel dafür: Es gibt großes Interesse an Angeboten von vereinsungebundenem Sport wie mehr Radwege, mehr öffentlichen Sportplätze und Gelegenheiten für diesen ungebundenen Freizeit- und Trend-Sport wie aber auch auf der anderen Seite die Bündelung von Vereinssport in z.B. in einem wie auch immer gearteten Sportpark –Ost, oder die Notwendigkeit von Konzentration und Fusion von Vereinen und im Gegensatz dazu die der Wunsch nach Eigenständigkeit, z.B., bei den Migrantenvereinen.

Folglich: Der Sportentwicklungsplan tut (derzeit noch)keinem weh, er lässt alle Optionen offen.

Dies wird sich dann ändern, wenn es um die konkrete Umsetzung geht. Ein Konfliktpunkt nennt Stadtrat Johann Heer: den Bau der Schul-/Sporthalle für die Oststadtschule) oder Sanierung/Neubau der MZW in Oßweil, auch wenn es dazu schon eine Empfehlung gibt.

Die Bedenken und die Kritik setzen aber wo anders ein, formuliert Stadtrat Johann Heer die Position der FDP:

Es fehlt derzeit an einer Quantifizierung des Finanzbedarfs. Was kostest was konkret? So stellt sich die Frage: Für welche Maßnahmen, bzw. deren Umsetzung brauchen wir wie viel Geld?

Die FDP-Stadträte sind der Auffassung, dass die Finanzierung aufgrund der angespannen Haushaltslage nicht außer Acht gelassen werden darf.So will die FDP kein Wasser in den Wein gießen und aber auch nicht euphorisch werden.

Für die FDP stehen alle Maßnahmen unter finanziellem Vorbehalt.

Dieser Plan weckt Wünsche und Vorstellungen und die Hoffnung bei denen, die sich ungerecht behandelt fühlen oder meinen zu kurz gekommen zu sein und Ansprüche anmelden. Doch hier liegt nach Auffassung der FDP gerade die Gefahr.

Dies gilt für viele Maßnahmen im Spannungsfeld der unterschiedlichen Interessenlagen (nicht nur bei den Vereinen), die kontrovers im Hinblick auf die Realisierung diskutiert werden.

Ein Beispiel nennt die FDP: Die Bäderkonzeption, bzw. die zukünftige Nutzung des Stadtbades.

Hier werden schon Interessen angemeldet, ohne Rücksicht auf Verluste/Befindlichkeiten und ohne Rücksicht auf die Frage zu nehmen: Kann sich die Stadt dies finanziell überhaupt leisten?

Ähnliches gilt für andere, im Plan aufgeführte Maßnahmen und Projekte.

So wünschenswert und positiv manche angesprochenen Maßnahmen auch sein mögen, derzeit muss die FDP eher von einem Wunschkonzert sprechen. Bevor die Kür kommt, kommt die Pflicht. Für die FDP heißt dies: Wir können uns allenfalls das Allernotwendigste leisten und das wird nur Weniges sein, wenn überhaupt.

FDP-Stadtrat Johann Heer wies im BSS-Ausschuss nachdrücklich darauf hin, dass die Haushaltskonsolidierung, Schuldenabbau und die notwendigen Sparmaßnahmen vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage Vorrang haben, vor weiteren dauerhaften finanziellen Verpflichtungen.

Breuningerland droht – falsches Verständnis von liberal?

Geschrieben von Martin-Mueller am 5. Mai 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Die gemeinsame, öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Technik, Umwelt (BTU) und Wirtschaft, Kultur, Verwaltung (WKV) am vergangenen Donnerstag hatte Einiges an Brisanz. Nicht nur, dass eine Beschlussvorlage ohne konkreten Beschlussvorschlag als Basis der Beratungen diente – der Beschlussvorschlag wurde während der Sitzung dann nachgereicht – auch die ausführliche Einleitung des OB hatte zur Folge, dass wohl der eine oder andere Stadtrat sich mehr und mehr von der Verwaltungslinie distanzieren wollte – zumindest war diese Spannung im Raum zu spüren.

Die Fronten zum Thema Erweiterung Breuningerland sind klar und die Argumente nun hinlänglich ausgetauscht. Daher spielt es auch keine Rolle mehr, mit Argumenten andere überzeugen zu wollen. Die Auffassungen sind zementiert! Interessant sind jedoch die Reaktionen der Vertreter von ECE und Breunigerland – sofern man sich nicht auf deren Linie bewegt. Es wird dann gedroht, man werde das Sortiment des Breuningerlandes noch mehr in Konkurrenz zur Innenstadt ausrichten – wie das genau gehen soll, weiß ich zwar nicht, und bei einer Erweiterung wäre dies wohl kaum anders.

Besonders verwundert war ich jedoch über eine nach der Sitzung an mich gerichtete Aufforderung der Vertreter des Breuningerlandes: ich solle doch “gefälligst” das Gutachten akzeptieren, in dem ja schließlich die Innenstadtverträglichkeit der geplanten Erweiterung klar und deutlich nachgewiesen sei. Hhmmm, interessant, ein Stadtrat wird somit zum verlängerten Arm von Gutachten. Eine Entmündigung, der ich beim besten Willen nicht zustimmen kann (zumal im Gutachten auch steht, dass in der Innenstadt 10 Mio. Euro Umsatz verloren gehen – was vermutlich das Aus von mehr als zehn Geschäften in der Innenstadt bedeutet). Außerdem warf man mir vor, ich sei ja nicht liberal und somit in der falschen Partei. Tja, wer unter liberal versteht, dass jeder das tun darf, was er will, darf sich nicht wundern, dass in Deutschland Manager kein hohes Ansehen genießen.

FDP hält Wort – Kreismitgliederversammlung in Remseck

Geschrieben von Martin-Mueller am 4. Mai 2010 | Abgelegt unter Landtagswahl 2011

Landtagskandidat Martin Müller (links) mit Dr. Hans-Ulrich Rülke

Landtagskandidat Martin Müller (links) mit Dr. Hans-Ulrich Rülke

Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, Dr. Hans-Ulrich Rülke, war zu Gast auf der vergangenen Kreismitgliederversammlung der FDP Ludwigsburg in Remseck. In seiner Rede ging er immer wieder darauf ein, welche Vorwürfe an die FDP gerichtet werden und verglich es mit dem Erreichten der Schwarz- Gelben Koalition in Berlin (FDP-Erfolgsbilanz zum Herunterladen). Rülke betonte dabei, dass sich die FDP keineswegs verstecken müsse, denn sie werde nun dafür gescholten, dass die FDP das macht, wofür sie vor der Wahl angetreten war. Wenn nur 33 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, dass die Steuern gesenkt werden sollten, dann nehme man das gerne in Kauf, wenn diese 33 Prozent dann auch FDP wählen.

Für den kommenden Landtagswahlkampf gab der Fraktionsvorsitzende einen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkt und ging neben der Wirtschafts- und Bildungspolitik auch auf das Thema Energiepolitik ein. Nach Auffassung von Rülke müsse hier sehr wohl in den Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden. Solange die Versorgung daraus jedoch noch nicht im geplanten Umfang gedeckt werden könne, dürfe die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke kein Tabu sein.

Martin Müller, Viola Noack, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, Monika Chef MdL, Harald Leibrecht MdB (v.l.n.r.)

Martin Müller, Viola Noack, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, Monika Chef MdL, Harald Leibrecht MdB (v.l.n.r.)

Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Rülke hatten die drei Landtagskandidaten im Kreis Ludwigsburg Gelegenheit sich vorzustellen. Im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen tritt erneut die amtierende Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Gemmrigheim, Monika Chef an. Der Wahlkreis Vaihingen wird von Viola Noack, Kreis- und Gemeinderätin, vertreten. Martin Müller ist der FDP-Kandidat für den Wahlkreis Ludwigsburg, der die Kommunen Asperg, Kornwestheim, Ludwigsburg, Möglingen, Remseck und Tamm umfasst.

Die knappen Kassen des Staates – Leute wollt ihr ewig Steuern zahlen?

Geschrieben von Martin-Mueller am 26. April 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Martin Müller zusammen mit Florian Toncar MdB

Martin Müller zusammen mit Florian Toncar MdB

Am Wochenende durfte ich als Delegierter den FDP-Bundesparteitag in Köln besuchen. Gute Beschlüsse zur ärztlichen Versorgung und zu den Bürgerrechten wurden verabschiedet. Doch die alles bestimmende Thematik wird der FDP ja momentan von außen geradezu aufgezwungen – die deutschen Bürgerinnen und Bürger wollen keine Steuersenkungen. Gelacht! Diese Umfragen kann ich einfach nicht ernst nehmen, denn die Leute haben einfach nicht verstanden, dass nicht der Staat knappe Kassen hat, sondern die Bürger, Familien und ganz einfach, jeder der in Deutschland Steuern bezahlt.

Der Staat hat ein Ausgabenproblem und kein Einnahmenproblem. Vor fünf Jahren standen den öffentlichen Haushalten 450 Milliarden Euro zur Verfügung. Heute – selbst in einem Krisenjahr – beläuft sich der Haushalt aller Gebietskörperschaften auf 520 Milliarden Euro und wird die nächsten Jahre weiter steigen. Wer von Ihnen hat in den letzten fünf Jahren eine Einnahmensteigerung von rund 20 Prozent erzielen können? Die Wenigsten werden auf diese Frage mit ja antworten. Daher kann ich nur bedauern, dass die Menschen in unserem Land auf all diese weinerlichen Aussagen hereinfallen, der arme, arme Staat benötigt dringend mehr Geld.

Martin Müller auf dem 61. Bundesparteitag der FDP

Martin Müller auf dem 61. Bundesparteitag der FDP

Leute, wacht auf! Natürlich brauchen wir eine solide Haushaltspolitik und dazu gehört auch der Schuldenabbau, damit die nachfolgenden Generationen nicht noch mehr auslöffeln müssen. Aber jeder muss doch so langsam erkennen, dass der Staat mit unseren Steuergeldern nicht effizient umgeht. Knappe Kassen sind keine knappen Kassen, weil der Staat zu wenig Einnahmen hat – es sind knappe Kassen, weil die Politik nicht in der Lage ist, vernünftig mit unserem Geld umzugehen. Daher lasst uns dem Staat weniger Geld geben. FDP weiter so! Runter mit den Steuern!

FDP Ludwigsburg besichtigt Holzheizkraftwerk

Geschrieben von Martin-Mueller am 20. April 2010 | Abgelegt unter Pressemitteilungen, Wirtschaft

Besuchergruppe auf dem Dach des Holzheizkraftwerks

Besuchergruppe auf dem Dach des Holzheizkraftwerks

Mitglieder der FDP Ludwigsburg konnten jetzt das in der Südstadt erbaute und im März offiziell eingeweihte Holzheizkraftwerk besichtigen. In zwei Gruppen wurden die interessierten Gäste von Mitarbeitern der Stadtwerke durch das Gebäude geführt und durften sogar einen Blick vom Dach des Kraftwerks auf das Umland genießen. Sehr kompetent und informativ wurde den Besichtigungsteilnehmern die Anlage und deren Betrieb erläutert. Auch kritische Fragen, z.B. zur Belastung der Anwohner, wurden beim Rundgang diskutiert. Die Stadtwerke stellten dabei klar, dass die vorgegebenen Grenzwerte deutlich unterschritten werden und im Vergleich zu gewöhnlichen Kaminöfen im privaten Bereich nur einen Bruchteil an Schadstoffen ausstoßen.

Bodo Skaletz, Geschäftsführer der SWLB, erläutert die Technik des Holzheizkraftwerks

Bodo Skaletz, Geschäftsführer der SWLB, erläutert die Technik des Holzheizkraftwerks

Bei der Diskussion um die Nachhaltigkeitsstrategie ging es sowohl um den möglichen Ausbau des Fernwärmenetzes als auch um die Thematik des Stromnetzes. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim zeigen großes Interesse, beim Auslaufen der Konzessionsverträge die Stromnetze zu übernehmen. Heute ist der Geschäftsbereich der Stromversorgung noch sehr klein. Durch den Netzbetrieb erhofft man sich einen deutlichen Schub gerade auch bei der Kundengewinnung. Betont wurde bei der Geschäftsstrategie der Stadtwerke auch, dass Kunden nicht durch überzogene Lockangebote gewonnen werden sollen, sondern eine kundenfreundliche Preispolitik im Sinne von stabilen und fairen Preisen gemacht wird.

FDP Mitglieder nach der Führung durch das Holzheizkraftwerk

FDP Mitglieder nach der Führung durch das Holzheizkraftwerk

FDP-Stadtrat Martin Müller, zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Ludwigsburg- Kornwestheim, stellte abschließend noch die Frage, wie viele Holzheizkraftwerke derselben Größe für eine autarke Versorgung von Ludwigsburg nötig wären. 20 an der Zahl war die Antwort, doch die Stadtwerke sehen noch enormes Potenzial bei der Senkung des Energieverbrauchs insbesondere in privaten Wohngebäuden. Deshalb unterstützen die Stadtwerke beispielsweise auch die Hauseigentümer bei der Erstellung sogenannter Thermografieaufnahmen, um gezielt Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Datenschutz fängt vor der eigenen Haustür an

Geschrieben von Martin-Mueller am 16. April 2010 | Abgelegt unter Landtagswahl 2011

Landtagskandidat Martin Müller mit Dr. Hans-Peter Wetzel und Peter Welchering

Dr. Hans-Peter Wetzel MdL, Martin Müller und Peter Welchering (von rechts nach links)

Auf Einladung des FDP-Stadtverbandes Remseck referierte der Rechtsexperte Dr. Hans-Peter Wetzel am Dienstag in Remseck-Hochberg mit den anwesenden Gästen über das Thema Datenschutz, Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherun und Mailüberwachung. Er hob dabei hervor, dass Datenschutz ein Grundrecht ist, was z.B. im Zusammenhang mit der Volkszählung 1983 heftigst diskutiert wurde. Damals wurde gerade aus dem Lager der Grünen massiv protestiert. Als nun das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung vom Bundestag verabschiedet wurde, stemmte allein die FDP sich gegen diese Datenspeicherungswut. Der Landtagsabgeordnete Wetzel gehört zu der Gruppe Politiker, die erfolgreich das Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall gebracht haben. Auf europäischer Ebene wird nun heftigst überlegt, wie die Richtlinie für diesen Bereich angepasst werden kann, damit die Rechte der Bürger ausreichend geschützt bleiben.

Im Zusammenhang mit Datenschutz gab der Landtagskandidat für den Wahlkreis Ludwigsburg, Martin Müller, zu bedanken, dass Datenschutz “vor der eigenen Haustür” beginnt – oder eigentlich müsste man schon sagen, in den eigenen vier Wänden. Zum einen gehen die Bürgerinnen und Bürger noch immer zu lasch mit ihren persönlichen Daten um. Am Bahnhof wird schnell mal die Gewinnspielkarte ausgefüllt und eingeworfen. Das Bewusstsein, dass diese gesammelten Daten dann entsprechend – insbesondere zu Werbezwecken – weiterverwertet werden, sprich an interessiert Unternehmen verkauft werden, ist in den Köpfen nicht ausreichend verankert. “Die Menschen müssen hier noch weiter sensibilisiert werden”, unterstützte Wetzel die Aussage von Müller.

Zum anderen geben – gerade auch junge Menschen – in diversen sozialen Netzwerken (Facebook, SchülerVZ etc.) sehr viel Persönliches preis. Das geht soweit, dass Eltern mit Neugeborenen, die auf Facebook ein freudestrahlendes Bildchen von sich mit Sohn oder Tochter einstellen, direkt von Versicherungsunternehmen kontaktiert werden, um das Neugeborene mit diversen Produkten – z.B. bis hin zu einer Ausbildungsversicherung - für die Zukunft zu “schützen”. Wer das nicht will, muss mit seinen Daten und seiner Internetpräsenz entsprechend (eigen-)verantwortlich umgehen. Gerade die Jugend muss auf diesem Gebiet Kompetenzen entwickeln. Eltern und auch die Ausbildungsstätten (ob Schule oder das Drumherum) dürfen sich vor dieser Herausforderung nicht verschließen. Verbote bringen dabei wenig, Aufklärunng hingegen ist notwendig.

Peter Welchering, FDP-Stadtverbandsvorsitzender in Remseck und freiberuflicher Journalist, betonte in der Zusammenfassung nochmals die Rolle der FDP als Bürgerrechtspartei.

Schreiben Sie mir / uns Ihre Erfahrungen zum Thema Datenschutz (Mail an martin.mueller@fdp-lb.de). Oder haben Sie Anregungen, Ideen etc. was im Bereich Datenschutz verbessert werden muss? Gerne greifen wir Ihre Themen auf.

Und übrigens, wen es interessiert: hier geht es zum Datenschutzbericht  des Landesbeauftragten für Datenschutz.

Martin Müller als Landtagskandidat nominiert – Erika Schellmann Zweitkandidatin

Geschrieben von Martin-Mueller am 10. März 2010 | Abgelegt unter Landtagswahl 2011

Erstkandidat Martin Müller und Zweitkandidatin Erika Schellmann

Erstkandidat Martin Müller und Zweitkandidatin Erika Schellmann

Auf der Wahlkreiskonferenz in Pflugfelden wurde der FDP-Ortsvorsitzende und Stadtrat Martin Müller von den anwesenden Mitgliedern zum Kandidat für die Landtagswahl im März 2011 gewählt. Martin Müller tritt damit in die Fußstapfen von Kai Buschmann aus Remseck, der 2006 im Wahlkreis Ludwigsburg angetreten und dessen Zweitkandidat er vor vier Jahren war. Als Ersatzbewerberin wurde die Remsecker Kreisrätin Erika Schellmann von der Versammlung gewählt. Auch sie wirkte bereits 2006 im Landtagswahlkampf aktiv mit.

Kandidat Müller bei seiner Bewerbungsrede

Kandidat Müller bei seiner Bewerbungsrede

In seiner Bewerbungsrede als Landtagskandidat forderte der 42-jährige selbstständige Unternehmensberater und zweifache Familienvater mehr Emotionalität in der Politik. Mit Angela Merkel hat sich die Republik zu einer Stillstandsnation entwickelt und Politik hat sämtliche Emotionalität verloren – so sieht es Müller. Nur wer Vertrauen, Verantwortung und Verbindlichkeit in der Politik verkörpert, wird langfristig auch die Bürgerinnen und Bürger aus der “Verdrossenheit” zurückholen können. Weiterhin sind mutige bzw. mutigere Schritte in politischen Entscheidungen notwendig. Wir brauchen Innovationen statt ständig nur marginale Nachsteuerung im bestehenden Rahmen. Als Beispiel dafür nannte Müller die Finanzierung von Kinderbetreuungsplätzen – zur Entlastung der Haushalte könnten Unternehmen stärker in die direkte Finanzierung der Plätze einsteigen.

Einen wesentlichen Teil seiner Motivation sieht Müller aber auch darin, gegen drei “etablierte” Vertreter aus dem Landtag im Wahlkreis Ludwigsburg antreten zu können – gegen Klaus Herrmann (CDU), Claus Schmiedel (SPD) und Jürgen Walter (Grüne). Der in Ludwigsburg geborene und in Asperg aufgewachsene Müller sieht daher seine Chance im “frischen Wind für den Landtag”.

Erika Schellmann in Aktion

Erika Schellmann in Aktion

Erika Schellmann ergänzt das FDP-Landtagswahl-Team in Ludwigsburg im Profil. Die 54-jährige Resmeckerin aus Hochdorf ist hauptberuflich als Erzieherin tätig. Seit Juni 2009 hat sie außerdem ein Mandat als Kreisrätin inne und kümmert sich insbesondere um die Themen Jugend, Bildung und Soziales. Bemerkenswert war das Wahlergebnis in Hochdorf zur vergangenen Kreistagswahl: über 50 % konnte die FDP erringen.

Dies sollte Ansporn genug sein, die FDP im Wahlkreis Ludwigsburg endlich nach 35 Jahren wieder im Landtag repräsentieren zu dürfen. Zuletzt hatte der im letzten Jahr verstorbene Wolfram Bergerowski das Mandat für die Liberalen im Jahr 1976 erringen können.

Kreisvorsitzender Harald Leibrecht mit den beiden Kandidaten

Kreisvorsitzender Harald Leibrecht mit den beiden Kandidaten

Westportal muss kundenfreundlicher werden

Geschrieben von Martin-Mueller am 26. Februar 2010 | Abgelegt unter Stadtteile

Nah- und Fernverkehr mit langen Wegen …

Da freut sich der umweltbewusste Bürger (natürlich auch die Bürgerin) und nutzt kräftig das Westportel, zumindest wenn er aus Richtung Westen (Eglosheim, Weststadt und Pflugfelden) kommt. Schließlich ist das Portal nicht nur baulich gelungen, sondern auch praktisch.

Doch da gibt es einen Spielverderber: die Deutsche Bahn. Wo ist der Fahrkartenautomat am Westportal? Na ja, wer schon zu Fuß zum Westportal kommt, der kann ja auch bis ins Bahnhofsgebäude laufen. Und wo kann man die Mehrfachfahrkarte am Westportal entwerten? Nun, ist ja auch nicht weiter dramatisch bis zum Treppenaufgang im Gebäude oder vielleicht bis ans Ende der Bahnsteige zu laufen, damit man den Stempel auf der Fahrkarte bekommt.

Vielen Dank, Deutsche Bahn, dass der Kunde stets im Mittelpunkt steht – übrigens, hier nörgelt nicht ein permanenter Autofahrer, sondern einer, der Bahn-Vielfahrer ist.

Umgebung des Marstall-Centers kann nicht warten

Geschrieben von Martin-Mueller am 23. Februar 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Wie ist es nun? Haben wir mal wieder ein Henne-Ei-Problem? Dass sich das Marstall-Center in einer Abwärtsspirale befindet – ohne absehbares Ende -, wird inzwischen kaum noch in Frage gestellt. Einzig vielleicht ein paar Ladenbesitzer, die es nicht wahrhaben wollen, dass in ein paar Wochen oder spätestens in ein paar Monaten „Totentanz“ im Marstall-Center herrschen wird, wollen dieses absehbare Ende nicht wahrhaben (verstehen kann man das, wenn es persönlich um erhebliche Summen Geld geht und ggf. die eigene Existenz dabei auf dem Spiel steht – das soll hier nicht verkannt werden).

Doch woran liegt es nun? Ist die Umgebung zu unattraktiv, so dass sich das Marstall-Center zwangsläufig schlecht entwickeln musste? Oder ist es vielmehr das Marstall-Center, das dazu beiträgt, dass sich das Umfeld in einen Abwärtssog mitreißen lässt? Beides trifft wohl zu und verstärkt sich dann auch gegenseitig.

Solange sich die Umgebung – gerade auch der Reithausplatz – mit Billigläden, Spielhöllen und Trinkgelagen (mit allen urinierenden Konsequenzen) „schmückt“, zieht das nicht gerade die so sehr im Sortiment der Innenstadt fehlenden (hochwertigen) Einzelhändler an. Wäre es da nicht abgebracht, auch ohne die konkrete Kenntnis über die Zukunft des Marstall-Centers, für eine Verbesserung und Aufwertung des Umfeldes zu sorgen?

Die Revitalisierung des Marstall-Centers wird nicht nur Monate, sondern Jahre in Anspruch nehmen. Solange kann das Umfeld nicht warten. Auch die Läden in der Fußgängerzone werden zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Die negative Abstrahlung des Niedergangs des Marstall-Centers wird immer weitere Kreise ziehen – ggf. über die Fußgängerzone bis zum Marktplatz hinauf. Denn die Kundschaft wird künftig nach dem Marktbesuch über die Asperger Straße in Richtung Wilhelmgalerie „abbiegen“ und sich für den Bereich nördlich des Marktplatzes nicht mehr interessieren.

Dieser Entwicklung muss dringend entgegengewirkt werden. Das Umland des Marstall-Centers kann daher nicht warten – egal ob Henne oder Ei!

Schlösslesfeldbibliothek erhalten

Geschrieben von Martin-Mueller am 12. Februar 2010 | Abgelegt unter Stadtteile

Die FDP-Stadträte haben der Initiative zum Erhalt der Schlösslesfeldbibliothek am Mittwoch, den 10. Februar 2010 mit einer Unterstützeranzeige in der Ludwigsburger Kreiszeitung den Rücken gestärkt.

Am 11. Februar fand nun eine Sitzung der Interessengemeinschaft statt. Es war sehr interessant, der Diskussion zu folgen, denn es ist erkennbar, dass die Gruppe mit konstruktiven Vorschlägen auf die Stadtverwaltung zugehen wird. Man kann die Initiative nur weiter ermutigen, denn sonst entfällt für den Stadtteil Schlösslesfeld ein wichtiger Ort der Begegnung. Imponiert hat mir auch der Bericht aus Sicht der Schule, mit welcher Begeisterung die Grundschüler das Angebot wahrnehmen, in der Bücherei zu schmökern – und es sind wohl gerade die Schülerinnen und Schüler, die zuhause nicht zwischen vollen Bücherregalen aufwachsen.

Wollen wir hoffen, dass die Initiative Erfolg hat und die Stadtteilbibliothek Schlösslesfeld von der Liste www.bibliothekssterben.de verschwindet. Dort gehört sie wirklich nicht hin!

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